CD 10/10 Punkte
Endlich,
endlich ist es vollbracht: Sechs geschlagene Jahre haben uns die legendären
amerikanischen Schwertschwinger lechzend auf neue Schlachthymnen gegen jedweden
„False Metal“ warten lassen. Zähneknirschend harrte man aus... Und da das
letzte reguläre Album, das ´96er „Louder Than Hell“, nun ja doch schon einige
Zeit zurückliegt, konnten die inzwischen von Joey DeMaio und seinen drei
kriegerischen Bandbrüdern auf den Markt gebrachten Live-Releases samt einer
zweiten Best-Of Kompilation, einem Video und einer DVD die große Sehnsucht
ihrer unzähligen treuen Fans nach Neuem lediglich lindern. Gleich vorweg: Mit
„Warriors Of The World“ ist dem quirligen Quintett aus den Staaten – wie sollte
es anders sein – erneut ein riesenhaft-mächtiges und ausgeprägt heroisches Opus
an mitunter theatralisch inszeniertem Heavy Metal geglückt.
Voll von gewohnt turmhoch aufgebautem kämpferischen Pathos
und vielen (hier heißgeliebten) Klischees; von unbeugbaren Verfechtern
traditionell-metallischer Werte zelebriert. Vorbei scheinen jedoch die
herrlichen Zeiten, als die „Kings Of Metal“ auf ihrem gleichlautenden ´88er
Monumentalwerk die gesamte Metallwelt elektrifizierten – und noch neue
spielerische Technikmaßstäbe setzten sowie scheinbar ganz nebenbei mit aller
Souveränität die eherne Geschwindigkeitsmeßlatte dieses Genres stellenweise
atemberaubend in schwindelerregende Höhen trieben. Denn schon gleich der
programmatisch anmutende Opener „Call To Arms“ versetzt schlagartig zurück in
glorreiche „Hail To England“ Zeiten (1984). Stampfend, energisch und wie immer
mit aller denkbaren Entschlossenheit gehen Manowar an ihr ihnen heiliges
edelstählernes Werk – die Band wirkt in sich geschlossener und, kaum zu
glauben, auch noch selbstsicherer denn jemals zuvor.
Der eindringlich-signifikante sowie einmalig gute
Leadgesang von Stimmwunder Eric Adams ist immer noch für so manche
langanhaltende Gänsehaut gut, man kann sich dem bebenden Timbre seines
naturgeilen Organs einfach nicht entziehen. Zweckdienliche und gigantisch
wirkende, eternale Chöre tun da auf „Warriors Of The World“ ein Übriges. So
können durchaus auch tragende Schaffensparallelen zu allen Manowar Alben nach
ihrem ´87er Major-Einstand „Fighting The World“ gezogen werden. Aber sie gehen
ihre Mission diesmal irgendwie entspannter an als noch in der Vergangenheit.
Ohne Zweifel – der verschworene Männerbund ist erneut hörbar künstlerisch
gereift. Jedem der elf neuen Songs entströmt ein verführerisches duftendes
Elixir der endgültigen Gewissheit: Manowar sind ganz einfach eine Klasse für
sich. Sie wissen, sie haben niemandem auf diesem verdammten Planeten mehr etwas
zu beweisen, denn ihre Historie spricht, nein schreit für sich! Denn Manowar
spielen (neben Virgin Steele) heldenhaft-kraftstrotzenden und
abartig-variantenreichen Heavy Metal in seiner ureigenen wertvollen Reinkultur.
Heavy Metal
or no metal at all – wimps and posers leave the hall! Brothers of metal unite –
forever…
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Review
by Markus Eck www.Metalmessage.de
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