CD 10/10 Punkte
Super,
eine wirkliche Nobelscheibe liefern Menhir ihren zahlreichen Anhängern mit
ihrer „Neuen“! Die beständigen thüringischen Heathen Metal-Spielleute, die
bereits mit ihrem prächtigen Debütalbum „Die ewigen Steine“, der MCD „Buchonia“
und dem zweiten Album „Thuringia“ sehr angenehm in klangliche Erscheinung
getreten sind, verließen ihren stolz beschrittenen kreativen Pfad für keinen
Moment. Diese linientreue Beharrlichkeit kommt auch dem aktuellen Werk und
seinen sieben Stücken in Sachen größtmöglich reflektierter thematischer
Authentizität sehr zugute. Schon das erneut bemerkenswert geschmackvolle Äußere
der CD macht deutlich, dass dem sympathischen Quartett größtes Augenmerk auf
schöpferische Vollkommenheit liegt, dieser Eindruck wird von einigen prachtvollen
Themenabbildungen (altdeutsche Illustrationen überlieferten germanischen
Sagengutes) im Innersleeve des Booklets noch verstärkt. In aller strahlenden
Herrlichkeit umgesetzte Titel wie der hitverdächtige Opener „Wotans Runenlied“,
„Die letzte Schlacht“, „Herminafrieds Klage“, „Das verborgene Reich“,
„Valhalla“, „Steinsburg“ sowie der abschließende Titelsong sind allesamt
begeisternde Postulate passionierter heidnischmetallener Schaffenskraft. Ganz
besonders hervorgehoben werden muss hier unbedingt erwähnte Heidenhymne „Wotans
Runenlied“, einer der allerbesten Songs dieser Richtung, die wohl je
geschrieben wurden. Auch textlich zeigen Menhir darin verdammt eindrucksvoll
auf, wie sehr sie sich ihrer Sache verbunden fühlen.
Der in dieser Branche bereits bestens reputierte Name
Menhir ist auch auf „Ziuwari“ aber auch sonst wieder durchgehend volles
Programm: Durchgehend leidenschaftlich erklingender, von bebenden Herzen
inszenierter hymnischer Heidenstahl, voll von donnernden und erhabenen Riffs,
ekstatischen aber kontrollierten Trommelwirbeln, mächtigen Männerchören, vielen
ans Herz gehenden ergreifenden Melodien, fein ziselierten
Akustikgitarrenornamenten und festlichen Keyboardkreationen recht
schwelgerischer Natur. Allein diese superbe Aufzählung sollte dich schon
unaufhaltbar gierig nach diesem silberfarben überzogenen Goldstück geifern
lassen. Es ist schier zum Weinen vor lauter (Hör-)Freude: Stellenweise, wenn
stolzer und wohlklingender männlicher Klargesang die uralten Zeiten würdigt,
schmerzt die vergleichsweise graue Gegenwart doch sehr. Ein Verdienst, welchen
man „Ziuwari“, diesem grandiosen Fabelwerk nur zu gerne zuspricht. Ich habe
nichts anderes erwartet, wenn ich ehrlich bin.
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Review
by Markus Eck www.Metalmessage.de
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