CD 10/10 Punkte
Allein
der Bandname ist nach wie vor Programm. Mit ihrem vierten Album „Verisäkeet“
lassen die Finnen um Sänger und Tieftoner Ville Seponpoika Sorvali keinerlei
Zweifel aufkommen, dass sie irgendwelche kreative Energien oder die ausgeprägte
Lust am Musizieren auch nur ansatzweise eingebüßt hätten. Ganz im Gegenteil.
Fünf neue überlange, betont atmosphärische Kriegerlieder mit einer abartig
inhaltsreichen Gesamtspieldauer von über 70 Minuten verkünden auch hiermit die
schier unversiegbare Schaffenskraft von Moonsorrow. Der großepische Folk Viking
Pagan Metal des stolz mit passionierter Naturverbundenheit agierenden Quintetts
erhielt aktuell deutlich vernehmbar einen markanten kompositorischen
Feinschliff. Die zahlreichen ungestümen Elemente der Anfänge wichen nach und
nach bekanntlich einer gesteigerten künstlerischen Routine und instrumentellen
Professionalität – auffällige Merkmale, welche für das neue Werk mehr denn je
zuvor zum Tragen gebracht wurden. Auf weiten Strecken regt dieses mordsdüster
gestimmte Album trotz aller kämpferisch klingenden Nord-Epik gar zum
In-sich-gehen und Innehalten an. Die einst noch stellenweise progressiv
angehauchten bzw. betont aggressiven Songstrukturen wichen dafür teilweise
einer massiven Ausweitung an erhebend hymnischen und auch ruhigeren Momenten,
gekennzeichnet durch starke Einflüsse von Bathory. Ganz spezielle Momente also,
die sehr selbstbewusst unter die noch immer tief verwurzelten musikalischen
Stärken dieser trotzdem außerordentlich selbsttreuen Finnenhorde gemischt
wurden. Erneut ein prachtvoller Hochgenuss für Kenner und Liebhaber.
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Review
by Markus Eck www.Metalmessage.de
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