CD 9/10 Punkte
Bereits
mit ihrem ´98er Debütalbum „Nordstjärnans Tidsålder“ erreichten diese
talentierten Schweden eine unerhörte Brillanz in Sachen Melodic Black Metal –
das kostbare Nobelwerk ist ein absoluter Klassiker und zählt für mich auch
heute noch zum Allerbesten, was je aus dieser Musikrichtung kam. Mit den
nachfolgenden Jahren wandelte sich der Stil der künstlerisch anspruchsvollen
Horde hin zum epischen und hymnischen Viking Metal mit zahlreichen schmissigen
Folk-Einlagen. Da macht auch das neue exzellente Studioalbum „Vredens Tid“
keinerlei Ausnahme. Månegarm haben hierfür elf neue Kompositionen kreiert, von
denen eine melodischer, hymnischer und eingängiger als die andere zu sein
scheint. Überwiegend wieder in getragenen und mittleren Tempi unterwegs, unternimmt
die schwedische Heidenschwadron auch immer mal wieder im forschen
Schweinsgalopp lustvoll gerittene Touren durch die enorm abwechslungsreichen
Songstrukturen. Das Quartett schmückt sein betont raues und kerniges, aber
stets mit passenden ästhetischen Nuancen versehenes Liedgut auf diesem
Silberschild dazu mit fesselndem atmosphärischem Beiwerk aus, zu dem sich
diverse entrückte Frauengesänge einfach perfekt dazugesellen. Doch nicht nur
die Musik, auch der kratzend-raubeinige Siegergesang von Drummer (!) Erik
„Jurken“ Grawsiö atmet verführerisch kämpferisches Charisma, wie es nur wenige
erreichen. Das majestätische altnordische Hochgefühl, welches durch „Vredens
Tid“ vermittelt wird, ist von überragender Anmut – ein gar herrliches Feeling,
welches durch das großartige Cover-Artwork von Pinselgroßmeister Kris Verwimp
noch zusätzlich potenziert wird.
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Review
by Markus Eck www.Metalmessage.de
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