CD 7/10 Punkte
Hier
haben wir das dritte Album der brutalen ostfriesischen Schergen, die mit diesem
mörderischen Output glatt einige der wichtigsten Dämme ihrer Heimat zum Brechen
bringen könnten. Auf „Backfire“ paaren sich fiese Old School-Attacken, betont
technisches Gemetzel, oftmals markant-melodische Songstrukturen und brachiale
gesangliche Auswürfe, welche mit stellenweise starkem Grindcore-Einschlag
versehen wurden. Prägnant umgesetzte Einflüsse von Todesveteranen wie
Malevolent Creation, Bolt Thrower und Obituary sind auch hier nicht zu
überhören, allerdings drücken Fearer das Gaspedal gerne und oft bis zum
Anschlag mit aller instrumentellen Kraft durch. Der für eine deutsche Band
bemerkenswert hohe Reifegrad an den Instrumenten ist neben der ausgeprägten
Fähigkeit der Jungs, trotz aller lustvoll ausgelebten Brutalität griffige und
nachvollziehbare Stücke zu schreiben, außergewöhnlich. Das beißend scharfe
Gemisch aus extremer Härte, ausgefeilter Technik und zahlreichen eingängigen
Melodien macht aus „Backfire“, dieser erfreulich aufwändig produzierten
Killerscheibe, eine ebenso vielseitige wie spannende und qualitative
Angelegenheit. Fearer befinden sich also weiterhin auf dem goldrichtigen Weg. Über
Ostfriesen existieren ja bekannter Maßen eine Menge schlechter Witze, hier geht
es jedoch bluternst zur Sache, und das in allen kreativen Belangen.
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Review by Markus Eck www.Metalmessage.de
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