CD 7/10 Punkte
Neues Album, neues Gemetzel. Nicht totzukriegen, diese kauzigen Finnenrüpel
um Brüllbiest Mika Luttinen. Wieder gibt es natürlich extrem rabiaten
Psycho Speed Black Metal vom Fass, mit den üblichen Thrash- und Punk-Anleihen.
Genau genommen hat sich auf „Pro Patria Finlandia“ und den enthaltenen 14 Song-Attacken
trotz diverser Kleinigkeiten nicht das Geringste verändert – der dauerdurstige
Säufer-Haufen mit der oberkrassen Attitüde bolzt haufenweise flitzende
Hochgeschwindigkeits-Akkorde raus und knallt mit präzise getaktetem Trommelterror
nur so um sich. Und wenn es denn mal groovt, dann wirklich abartig. Wild. Brutal.
Vernichtend. Abwechslungsreichen Songstrukturen wurde auf „Pro Patria Finlandia“
so wenig Aufmerksamkeit gewährt wie nur irgend möglich. So geht es
durchgehend mit enormem Schmackes zur Sache. Und mitten drin immer der krank-bestialische
Keif- und Schrei-Output von Luttinen, welcher oftmals glatt überzuschnappen
droht. Die mörderisch rohen Duelle zwischen der unbarmherzigen Instrumentalfraktion
und dem im Sekundentakt kollabierenden Mika könnten energischer nicht sein.
Gewohnt provokante und textlich ergötzliche Songtitel wie „Goat Sodomy”,
„One Dead Nation Under Dead God“ oder „This Castrated World“ verdeutlichen auch
hier auf allzu charakteristische Weise das bizarre lyrische Spektrum der aktuellen
Ballerei dieser so herrlich unbelehrbaren und quietschfidelen Geißen-Beglücker.
Und auch wenn ich von Impaled Nazarene schon eindeutig Besseres gehört
habe - für mich sowie für eingefleischte Anhänger der forschen
Formation gilt nach wie vor: Swear the oath – the oath of the goat!
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