01 - Ashes of Man and Oak and Pine 02 - Aijeke 03 - Die Entstehung 04 - Huldrafolk 05 - Misanthropes Masterplan 06 - The Harvest Day
Das neue Werk von Nargath, dem gleichfalls singenden wie spielenden Alleinaktivisten in Wyrd, ist das bisher beste aus der Hand dieses enorm talentierten finnischen Nachtwaldwanderers. Bocksstarker und mit vielen enorm reizvollen, volkstümlich überlieferten Folklore-Anleihen versehener Heathen Pagan Metal reinsten Kämpferblutes, den man in dieser herrlichen und opulenten Ausführung gerne nächtelang hört, ohne jemals genug davon zu bekommen. Der stark vergangenheitsbewusste Finne hat sich diesmal selbst übertroffen, restlos alles gegeben und sämtliche Registerkarten seines umfangreichen und begeisternden Könnens aus dem Leinengewandsärmel gezogen. War schon der mächtige Albumvorgänger „Heathen“ eine bezaubernde Scheibe aus dieser Musikrichtung, ist „Huldrafolk“ nun die alles überstrahlende Vollendung des von Nargath kreierten Heidensounds geworden. Heroisch, sehnsüchtig, kriegerisch und unheilbar gegenwartsverloren geht es auch auf dem neuen und zweiten vollen Album erneut zur naturverbundenen Sache – was hier erwartungsgemäß erneut dezentgehässige Nachtmusik vom Feinsten bedeutet. Verzweifelter Keifgesang, der einen ständigen prägnanten grollenden Unterton beherbergt, wütende schwermetallische Instrumentierung und allerlei atmosphärische Akustikbreaks entspannender Natur erzielen neben zweckdienlichen Samples wie Eulen- und Windgeheul, Feuergeprassel, Vogelzwitschern die nötige Authentizität eines solchen Tonträgers. Stark an denen von alten Burzum angelehnte, ebenso profane wie effekt- und wirkungsvolle melodische Keyboardkreationen fügen sich da nahtlos ein. Und signifikante musikalische Anklänge an Acts wie Graveland, Juvenes, Veles, Kampfar und auch Helheim (letztere rein instrumentell gesehen) führen schnell auf die richtige Schneefährte in die endlosen Weiten eisigen Tanns, um „Huldrafolk“ die nötige Ehrerbietung zu erweisen. Kein Zweifel: „Huldrafolk“ ist ein elitäres Meisterwerk seiner Zunft und ermöglicht bei entsprechender Hingabe eine knapp 50minütige Reise ohne Wiederkehr in längst vergangene und vergessene kriegerische Zeiten der Völkergeschichte.
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