CD 7/10 Punkte
Akerbeltz
sind ein diabolisches Duo aus Spanien, welches erlesen rohen und verkommenen
Black Metal von immenser Rauheit und hohem Reiz spielt. Hauptakteur Akerbeltz,
der fast alle Instrumente und einen wahrhaft bestialischen Gesang übernommen
hat, ließ noch seine bitterböse und temperamentvolle Lebensgefährtin Lilith auf
dem Drumschemel Platz nehmen und es konnte los gehen. Diese kratzbürstige Furie
steht ihrem männlichen Counterpart an satanischer Besessenheit keinen Deut nach
und so entfacht das Teufelsweib einen regelrechten Wirbelsturm an wirklich
wahnwitzigem Schlagzeugspiel, der dem Hörer nur sehr kurze Verschnaufpausen
gönnt. Hut ab vor diesem Timing! „Tabellae Defixionum“ bietet auf sechs Songs
mit knapp 40minütiger Gesamtspielzeit einen rasenden Höllentrip par Excellance,
der durch alptraumhaftes und barbarisches Riffing sowie permanenter
schweißtreibender Raserei zum unvergeßlichen Trauma eines jeden
fundamentalistischen Black Metal Maniacs wird. Primitiv und räudig, jedoch
überaus gekonnt gehen die beiden Iberer an ihr unheiliges und grausames Werk,
dem schwülstige Keyboards selbstverständlich genauso fremd sind wie verklärt
und romantisch jubilierende Jungfrauen. Mit sadistischer Häme und übler
Brutalität erschallt diese luziferische Lektion der beiden schamlosen
Aktivisten des Gehörnten, die mit ihrem hörbar übersprudelndem Enthusiasmus
eine bewußt profan instrumentierte kleine Perle des Genres veredeln. Wie kann
aus einem so sonnigen Land nur dermaßen rabenschwarze und eiskalte Musik
kommen? Das verschworene Pärchen scheint die Sonne, diese gelbe Sau, wirklich
zu hassen...
-
Review by Markus Eck www.Metalmessage.de
|