CD Review 7/10 Punkte
Wenn langjährige Genre-Veteranen
wie diese hier endlich mal wieder eine Black Metal-Platte einzimmern, dann darf
man schon gespannt sein. Was damals also 1994 in Norwegen begann, endete
vorläufig mit dem 2005er Minialbum „Morg Skog“ – das letzte Album „666
International“ erschien ja bereits 1999. Anfänglich noch dem strikten
Reinheitsgebot urtraditioneller Schwarz-Brau-Regeln devot dienend, enthoben
sich Dødheimsgard jedoch schon bald recht aufmüpfig solcherlei stilistischen
Dogmen und beschritten mutig neue Wege. So entwickelten die eigenwilligen
Skandinavier ihre immer schizophrener werdenden Auswürfe mit den nachfolgenden
Jahren zu einer Art avantgardistischem Akustikhöllentrip. Mit „Supervillain
Outcast“ nun loten diese irren Haudegen nach langer Schaffenspause sämtliche
menschliche Psychosezustände massiv aus. Ihren hier mit recht kalten
industriellen Anleihen penetrierten Amok-Sound garnieren die Norweger Querköpfe
auf „Supervillain Outcast“ mit einer Unmenge an unweigerlich die Sinne
verstörenden Überzugs-Elementen: Eingesetzt werden so beispielsweise ständig
leistungsstarke Stimmverzerrer, wirre Samples, moderne Loops, allerlei diffusen
Elektroniken sowie mitunter gar Verweise an die Clubsound-Fraktion. Letzteres
hätten sie sich jedoch getrost sparen können – denn kotzübel wird mir ja
sowieso immer schon, wenn ich irgendwo irgendwelche regulären Radioprogramme
hören muss, welche solch einen ärgerlichen Schrott im dämlichen Programm haben.
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Review by Markus Eck www.Metalmessage.de
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