Oceans Of Sadness ,,For We Are" CD 6.00 EUR
Art.Nr.: 31196
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Oceans Of Sadness ,,For We Are

CD Review 7/10 Punkte

Einen sehr vieldimensionalen Mix aus metallischen Sparten haben Oceans Of Sadness auf ihr Debütalbum „For We Are“ gebannt. Das belgische Sextett vermengt recht geschickt ausgewogene Zutaten aus Death, Black, Doom und stellenweise auch Gothic Metal. Gegründet 1995, machte die Band anfangs durch einige Demos auf sich aufmerksam. „For We Are“ erweist sich nach einem üblich mirakulösen Intro schnell als Vollbedienung für Liebhaber. Das Sextett vermengt diese Stilistiken mit einem großen Maß an Individualität, was einige Kurzweil garantieren kann. Gegründet schon ´95, machte man anfangs den üblichen Werdegang mittels einiger Demos durch, um nun mit diesem metallischen Allrounder die Ohren der Fans zu orgiastischen Gehörstürzen zu treiben.

Denn man muss dieses Album nämlich ob seiner immensen und authentischen emotionalen Vielfalt einfach auf voller Lautstärke hören; Oceans Of Sadness verstehen ihr Handwerk blendend und inszenieren ihre Vorstellung mit nachhaltiger spürbarer Begeisterung und hektoliterweise Herzblut. Dieses ergießt sich in Strömen durch Songs wie „Re-Crase“ oder auch „The Apocalypse“.

Man leidet richtig mit den Stücken mit und kann sich ihrer erdrückenden Schwermut nur schwerlich entziehen. Mit großem Pathos, aber niemals schwülstig, offenbaren die elf anspruchsvollen Kompositionen das vorhandene Können jederzeit mit spielerischer Leichtfüßigkeit. Sie verstehen es, mit sehr interessanten und eigenständigen Impulsen ihre ureigene Version solcher Klänge aufzuführen. „For We Are“ bietet sehr melodische und anspruchsvolle Songs, die mit ihrer schier erdrückenden, jedoch nicht überfordernden Vielfalt für sich stimmen können. Langeweile oder nervende Aufgüsse von bereits Bekanntem sind hier schwerlich zu finden; Oceans Of Sadness glänzen mit interessanten eigenständigen Impulsen. Mittels verspielter und mit Effekten geladener Keyboards und einer eher latenten Melodik pariert man zudem angenehm die manches Mal enorme Härte.

Die schon erwähnten Melodien dienen als harmonischer Kontrast zum sehr emotionalen und des Öfteren überschäumenden Repertoire der Belgier. Das Cover-Artwork stellt leider eine etwas schwächere Arbeit aus der Hand von Eric Phillipe dar, welcher in der Vergangenheit schon namhaften Acts wie Rhapsody, Artillery und auch Stratovarius ansehnliche Frontcover pinselte. Das sollte jedoch in keinem Fall vor einer Kontaktaufnahme mit einer gut gelungenen Scheibe abhalten, die sich hauptsächlich durch extreme Kontraste emotionaler Ebenen zu definieren weiß. Oceans Of Sadness wissen hörbar um die erforderliche Notwendigkeit der Abwechslung in ihren Songs und erfüllen dieses Kriterium daher auch mit Bravour. Die schicksalsschwangere Musik der belgischen Berserker ist in ihrer tiefen Emotionalität nur noch schwerlich zu toppen.

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Review by Markus Eck www.Metalmessage





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