CD Review 7/10 Punkte
Einen
sehr vieldimensionalen Mix aus metallischen Sparten haben Oceans Of Sadness auf
ihr Debütalbum „For We Are“ gebannt. Das belgische Sextett vermengt recht
geschickt ausgewogene Zutaten aus Death, Black, Doom und stellenweise auch
Gothic Metal. Gegründet 1995, machte die Band anfangs durch einige Demos auf
sich aufmerksam. „For We Are“ erweist sich nach einem üblich mirakulösen Intro
schnell als Vollbedienung für Liebhaber. Das Sextett vermengt diese Stilistiken
mit einem großen Maß an Individualität, was einige Kurzweil garantieren kann.
Gegründet schon ´95, machte man anfangs den üblichen Werdegang mittels einiger
Demos durch, um nun mit diesem metallischen Allrounder die Ohren der Fans zu
orgiastischen Gehörstürzen zu treiben.
Denn man muss dieses Album nämlich ob seiner immensen und
authentischen emotionalen Vielfalt einfach auf voller Lautstärke hören; Oceans
Of Sadness verstehen ihr Handwerk blendend und inszenieren ihre Vorstellung mit
nachhaltiger spürbarer Begeisterung und hektoliterweise Herzblut. Dieses
ergießt sich in Strömen durch Songs wie „Re-Crase“ oder auch „The Apocalypse“.
Man leidet richtig mit den Stücken mit und kann sich ihrer
erdrückenden Schwermut nur schwerlich entziehen. Mit großem Pathos, aber
niemals schwülstig, offenbaren die elf anspruchsvollen Kompositionen das
vorhandene Können jederzeit mit spielerischer Leichtfüßigkeit. Sie verstehen
es, mit sehr interessanten und eigenständigen Impulsen ihre ureigene Version
solcher Klänge aufzuführen. „For We Are“ bietet sehr melodische und
anspruchsvolle Songs, die mit ihrer schier erdrückenden, jedoch nicht
überfordernden Vielfalt für sich stimmen können. Langeweile oder nervende
Aufgüsse von bereits Bekanntem sind hier schwerlich zu finden; Oceans Of
Sadness glänzen mit interessanten eigenständigen Impulsen. Mittels verspielter
und mit Effekten geladener Keyboards und einer eher latenten Melodik pariert
man zudem angenehm die manches Mal enorme Härte.
Die schon erwähnten Melodien dienen als harmonischer
Kontrast zum sehr emotionalen und des Öfteren überschäumenden Repertoire der
Belgier. Das Cover-Artwork stellt leider eine etwas schwächere Arbeit aus der
Hand von Eric Phillipe dar, welcher in der Vergangenheit schon namhaften Acts
wie Rhapsody, Artillery und auch Stratovarius ansehnliche Frontcover pinselte.
Das sollte jedoch in keinem Fall vor einer Kontaktaufnahme mit einer gut
gelungenen Scheibe abhalten, die sich hauptsächlich durch extreme Kontraste
emotionaler Ebenen zu definieren weiß. Oceans Of Sadness wissen hörbar um die
erforderliche Notwendigkeit der Abwechslung in ihren Songs und erfüllen dieses
Kriterium daher auch mit Bravour. Die schicksalsschwangere Musik der belgischen
Berserker ist in ihrer tiefen Emotionalität nur noch schwerlich zu toppen.
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Review by Markus Eck www.Metalmessage
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