Die
verdiente belgische Knüppelgarde hat sich auf ihrem aktuellen Machtwerk ein
hartes Herz genommen und prügelt ebenso bissig wie präzise mit entfesselter
Leidenschaft und unbändiger Inbrunst. Bombastischer und technisch
hochanspruchsvoller Death Black Metal ist auf diesem Klangteller ihr Pläsier.
Ergänzt mit zahlreichen mächtigen Orchester-Sounds und verdammt aufwändigen
Samples. Stellenweise stellt sich gar prachtvolles Hollywood-Monumental-Feeling
ein. Axamenta wissen, was sie ihrem eigenen umfangreichen Können schuldig sind
und geben sich nicht die geringste Blöße: Gekonnt und abartig versiert brettern
diese todbringenden Torpediere ein sprachlos machendes Repertoire runter,
welches die Härte des weltberühmten spanischen Toledo-Stahls glatt noch zu toppen
imstande scheint. 13 perfekt instrumentierte Stücke sind hier mit dabei,
unterteilt in drei Kapitel. Die Bandbreite der enthaltenen Kompositionen
schlägt einen interessanten Spagat der Stilrichtungen, welcher die vielfältigen
Einflüsse des spielfreudigen Fünfers mit der morbiden Fußnote prächtig
wiedergeben kann.
Die
exzellente und ausgefeilte Produktion von „Ever-Arch-II-Tech-Ture“ läßt keine
spielerischen Details versäumen. Und so stellt die Scheibe
Brachial-Entertainment der Oberstufe dar, das der mannigfaltigen Konkurrenz
durch individuellen Esprit auf der Überholspur davon prescht. Gewollte
Querverweise in Richtung Cradle Of Filth oder neuere Dimmu Borgir sind
zahlreich vorhanden, doch passen diese allesamt perfekt in den klanglich
exzellent inszenierten Output. Produziert wurde von Jacob Hansen, Fredrik
Nordström und Göran Finnberg, was einiges aussagt. Die überwiegend progressiven
Songstrukturen laden förmlich dazu ein, sich intensiv mit ihnen
auseinanderzusetzen. Einer von Belgiens härtesten Exporten liefert mit seinem
neuen Spektakel „Ever-Arch-II-Tech-Ture“ ein weiteres Musterbeispiel für
abwechslungsreichsten und effektvoll inszenierten Extrem-Metal mit Biss ab.
Bestes Axamenta-Material also, das nun endlich mal deutlich aufzeigen kann, wo
der Hammer hängt. Nach 64 Minuten ist die gehaltvolle und vielfältige
Aufführung vorüber, so viel Inhalt auf einmal hat man lange nicht mehr gehört.
-
Review by Markus Eck
www.Metalmessage.de
|