Anfang
2004 überzeugten diese Bitterfelder Schwermetallknechte alte und neue Fans
bereits auf ihrer ersten Europatour mit den etablierten Heidentruppen Skyforger
und Menhir. 2005 enterten Trimonium dann die Bühne des Hells Pleasure Open Air,
erneut wurde auch das Under The Black Sun-Fest lautstark von ihnen beschallt –
internationale Club-Gigs schlossen sich im Folgendem an. Zeit wurde es
allerdings auch wieder für ein neues Studioalbum – so wurde der größte Teil des
Jahres 2006 damit verbracht, die Arbeiten am dritten Langeisen zu
bewerkstelligen, dem aktuellen Silberling „Son Of A Blizzard”. Nach den
Studioaufnahmen stieg ein neuer Bassist bei Trimonium ein. Doch auch in Sachen
Plattenfirma tat sich was – nach sechs Jahren ergiebiger Kooperation mit den Berlinern
von Folter Records entschieden sich die Mannen bei Einheit Produktionen zu
unterzeichnen. Die tiefschwarze Tinte auf dem Kontrakt war noch nicht ganz
trocken, da verstanden sich die beiden Vertragsparteien schon prächtig. Jahre
harter Zusammenarbeit und zwei Studioalben liegen also bereits hinter diesem
unverwüstlichen Vierer – doch all die Mühe hat sich schließlich gelohnt, wie
der neue Langspieler mit Nachdruck beweist. Das ostdeutsche Quartett selbst
tituliert seine erhebend epische Stilistik „Heathen Battle Metal” – womit nicht
nur wissenden Insidern klar sein dürfte, was hier Eindringliches offeriert
wird. Die lobenswert beflissen dargebotenen Kriegerstücke des Albums bewegen
sich gekonnt in der ergiebigen stilistischen Schnittmenge zwischen hymnischem
Pagan-Stahl und feinstem Melodic Black Metal. Dabei spiegelt „Son Of A
Blizzard“ nicht nur adäquat einen vollendeten musikalischen Reifeprozess
wieder, sondern dokumentiert auch bestens das feste Bestreben der Band nach
eigener künstlerischer Identität.
Die neuen
Schlachtenlieder sind in Sachen kompositorischer Qualität trotzdem eindeutig
international konkurrenzfähig. Dazu verblüfft mich das zuweilen wirklich
atemberaubend punktgenaue Zusammenspiel der beteiligten Akteure trotz aller
auffallend enthusiastischen Passagen eins ums andere Mal. Selten hat man wohl
aus deutschen Landen bis dato dermaßen feurig-emotionale und trotzdem so
benebelnd frostig wirkende Stromgitarrenlinien vernommen. Zudem gehen sie mit
tief ausgeprägtem Melodiegespür zur Sache, was sich vereinzelt auch auf
wirklich exquisite Saitenharmonien niederschlägt. Größtenteils geht es auf „Son
Of A Blizzard” höchst zackig und belebend rasant zur Sache, und auch beinahe
ebenso schnell wird man regelrecht süchtig nach solcherlei flott getakteten
Eskapaden. Bisher waren sie eher im deutschen Genre-Untergrund ein fester
Begriff. Doch mittels der bemerkenswert hohen Güte des neuen Werkes sollte es
den vier grimmigen Bitterfeldern nicht schwer fallen, mit großen Schritten aus
ihrem eigenen bisherigen Schatten heraus zu treten. Ich gönne es ihnen
jedenfalls von ganzem Heidenherzen.
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Review by Markus Eck www.Metalmessage.de
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