Ganze 14
Mitglieder aus sage und schreibe sechs verschiedenen Ländern umfasst dieses
superbe Folk Metal-Ensemble – ein wohl bisher einzigartiges Projekt. So stammen
die Musiker aus Griechenland, Litauen, England, der Schweiz, Österreich und
Schweden. Jeder der Beteiligten nahm seine Parts bei sich auf und so sendeten
sich die Musiker ihr Material gegenseitig solange zu, bis alles aufgenommen
werden konnte. Black-, Pagan- und Viking Metal-Anleihen wurden für „A Nordic
Poem“ ansprechend aufbereitet, um einer einmaligen stilistischen Erscheinung
gerecht zu werden. Höchst variabel gestaltete Gesänge von ganzen sieben
Vokalisten pendeln auf diesem sehr reizvollen Album zwischen aggressiven
Growls, aufgebrachtem Kreischen und erhabenen Klargesängen ziel- und
effektsicher hin und her. Auch narrative, also andächtig erzählende Stellen
runden das ohnehin harmonische Vokal-Gesamtbild noch zusätzlich adäquat ab. In
auffallend professioneller Manier wurden vielfältig arrangierte, aber jederzeit
erhebende Chöre, zahlreiche Streichinstrumente wie Violinen, Celli und Geigen
sowie Oboen, Flöten neben Maultrommeln und Mundharmonika für dieses immens
faszinierende Tondokument verwendet. Die Wirkung solch breit gefächerter
Instrumentierung ist als phänomenal einzustufen. Immer wieder sind auch
atmosphärische Akustikgitarren-Arrangements zu vernehmen.
Dass Athelstan
und Wulfstan von der beliebten britischen Pagan Metal-Vereinigung Forefather
auf „A Nordic Poem“ mit von der Partie sind bzw. gesanglich in Erscheinung
treten, hört man einigen Liedern deutlich an, denn sie erklingen im typisch
episch-edlen Forefather-Sound. Eine leider eher schlechte Produktion fällt
stellenweise negativ auf, entweder poltert der Sound der Scheibe also zu sehr
oder ist stellenweise arg schwachbrüstig geraten. Diese Tatsache kann zumindest
bei mir jedoch keinerlei Stimmungsabfälle auslösen, denn insgesamt überzeugt
dieses Album vollkommen. Lobenswert ist auch das sehr gut gelungene Frontcover
Mike Schindlers von Dragon Design geworden, passt perfekt. Im etwas
einfallslosen Innersleeve des CD-Booklets vermisse ich jedoch einige entsprechend
der Thematik gestaltete Illustrationen. Sämtliche Texte sind mit dabei, ebenso
wird über alle Beteiligten namentlich Auskunft gegeben.
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Review by Markus Eck www
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