Dieser neuerdings fünfköpfige
Brasilianerhaufen versteht es auch auf dem neuen Album „The Aftermath”
meisterhaft, die erlangte gigantische Spielfreude komplett auf den Hörer zu
transformieren. Erfreulich: Die rüden und vollauf entschlossenen Musikanten
entwickeln sich mit der Zeit zu einer beständigen Truppe, welche hier mit
abartig schnellem Knüppel-aus-dem-Sack-Black Thrash Metal bei mir für Furore
sorgen kann. Der absolut bösartig anmutende Thrash-Anstrich ist zwar neu bei
Darkest Hate Warfront, doch insgesamt kann von einer lobenswerten
Weiterentwicklung gesprochen werden. Knackig, spritzig und herrlich martialisch
geht es zur Sache. Und diese höllisch harsche Donnerscheibe, obwohl dem
Albumvorgänger gegenüber stilistisch ein wenig modifiziert, unterstreicht den
Anspruch der tollkühnen Bolzbande auf Ziel- und Linientreue. Überhaupt, „The
Aftermath” hört sich an, als ob Darkest Hate Warfront nach ersten musikalischen
Gehversuchen ihre kreativen Lauflernschuhe in hohem Bogen aus dem Probenraum
warfen – um nun mit forcierten hyperschnellen Stechschritten sämtlichen
Schöngeistern der Notenlehre das Fürchten zu lehren. Ebenfalls auf den Müll
flog glücklicher Weise auch der einstige Drum-Computer der irrwitzig rasanten
Horde, jetzt ackert der neue Trommelteufel Mantus mit den Rhythmuslegionen
Satans tapfer um die Wette. Ein guter Mann, ohne Zweifel. Songtitel wie
beispielsweise „Triumph Of Blood“, „When The Warfront Arises“ oder „Suicide Fields“
sprechen Bände, sie verdeutlichen die lyrischen Intentionen des wilden Fünfers
erneut in aller Deutlichkeit. Die enorm spielfreudige Truppe absolviert hier so
einige wuchtige Krachorgien von ekstatischer Vehemenz. „The Aftermath” ist die
logische Weiterentwicklung des bisherigen Schaffens der Truppe; die
stilistische Bandbreite ist sehr vielseitig, sie reicht wieder von purem
Geknalle bis zu vollpräzise inszenierten Takt-Attacken. Musikalische Langeweile
ist für diese fünf köstlichen Rabauken jedenfalls ein nie gehörtes Fremdwort-
Review
by Markus Eck www.Metalmessage.de
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