Fantastisch! Einen lupenreinen
Hochkaräter haben wir hier – die seit vielen Jahren aktiven Leipziger
Höllenhunde haben sich für ihre neue Seelenfolter beziehungsweise Studioalbum
ganz hoch auf die kreativen Hinterbeine gestellt. Und in dieser Position verblieben
sie während des gesamten Entstehungsprozesses, ständig alles fest im Griff.
Heraus kam eine regelrechte Sensation! Denn auf diesem abartig knallharten
Ketzerteller türmen sich die wohl bestialischsten und wollüstigsten
Schwarzmetall-Exzesse, die man sich als manischer Liebhaber solcherlei
Hasskünste überhaupt nur vorstellen kann beziehungsweise will. Dämonisch
lüstern gepaart mit wirklich orgiastischer Spielfreude, entwickeln die vollends
viehischen Präzisions-Attacken vom Fleck weg bezwingendes Satansflair
hochgradig mitreißender Klanganmut. Und dass das stilistisch unbeirrbare
Okkultquintett um Brüllmonster Jan bereits drei Vorgängerlangspieler in der
eigenen Historie stehen hat, hört man aktuell überdeutlich heraus: Denn Grabak
vereinen auf „Agash Daeva“ hochadlig austrainierte Spielkultur mit
oberbrillanter Kompositionskunst – zusätzlich ausgarniert mit einem intuitiven
Gespür für absolute Zeitlosigkeit. Auch für all die eiskalten Killer-Melodiken
hängten sich die ostdeutschen Macher knietief rein, somit gibt es auch auf
diesem Sektor nicht das Geringste von meiner Seite aus zu bemängeln.
Resultierend daraus ergeben sich verführerisch rabiate Black
Metal-Gewaltausbrüche der stürmischen Hurricane-Klasse, die einen schier um den
Verstand bringen. Wahnsinn. Hier steckt wirklich tiefschwarze Musikmagie drin –
hört man die dramatisch hohe Qualität der enthaltenen elf Zerstörerlieder auf
„Agash Daeva“ in entsprechend hoher Lautstärke, beutelt es gar den ganzen
Körper durch. Nur allzu selten habe ich dermaßen frenetisch inszenierte
Gitarrengewitter über mir krachen und donnern gehört. Überhaupt, das ganze
Album ist eine einzige Genre-Sternstunde! Dafür gebührt der bestialischen
Diabolikertruppe riesengroßer Respekt. Mit dermaßen tiefteuflischer Inbrunst polterten
bislang höchstens überlegene Elitekommandos wie beispielsweise Enthroned los.
Dennoch, die robuste Leipziger Black Metal-Macht scheint derzeit mit solchen
erzmelodischen Hammersongs ganz und gar uneinnehmbar. Formidabel, und das auf
ganzer Linie!
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Review by
Markus Eck www.Metalmessage.de
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