Kompositorisch
sehr gehaltvollen und betont epischen Viking Metal der oberkraftvollen Klasse
boten diese ungehobelten ostdeutschen Heidenkerle bereits auf dem erfolgreichen
Vorgängeralbum „Walhall“ dar. Und das brandneue Studioalbum knüpft erfreulich
nahtlos daran an. Denn mit „Zwischen Asgard und Midgard“ ist der inbrünstigen
Idealistentruppe erneut eine gleichfalls wuchtige wie durchdacht melodisierte
Angelegenheit gelungen. Mit solch´ erhebend ertönenden Tasten-Arrangements kann
man in dieser Art von heroischer Stilistik eigentlich nur gewinnen; vor allem,
wenn die spieltechnisch breitflächig akzentuierte Gitarrenarbeit dazu noch so
bissig-effizient angelegt ist. Auch mit einer derartigen rigiden
Entschlossenheit beim Musizieren vorzugehen, erweist sich hier als goldrichtig
– denn die darob entstehende Authentizität des Liedermaterials könnte ehrlicher
und auch höher nicht sein. Auf gesanglichen Ebenen findet auf diesem Album
glücklicher Weise eine überraschende Abkehr von den allzu derben Todes-Grollereien
der Vergangenheit statt. Front-Schreihals Matze besann sich also eines
Besseren. So brechen sich viele eher verkommen und keifend vorgetragene
Kehlenlinien auf dem Heidendiskus ihre harten Bahnen. Und das koaliert wirklich
hervorragend mit all den hochdynamisch und gleichsam anspruchsvoll inszenierten
Stromgitarren-Attacken – überwiegend hochgradig impulsives Schlagzeugspiel
ergänzt das Ganze mit der nötigen Portion an rigide packenden
Trommelstock-Rhythmen.
An
Schnelligkeit der Tempi haben diese Kerle doch einiges dazugelegt, nicht selten
ergehen sie sich inmitten ihrer neuen Epiker-Kompositionen in prachtvoll
hernieder prasselnden Takt-Rasanzen. Insgesamt klingt „Zwischen Asgard und
Midgard“ damit künstlerisch um einiges homogener und dramaturgisch in sich
geschlossener als alles, was bisher von Thrudvangar kam. So gehört sich das.
Für lichterloh entflammte Pagan- und Viking Metal-Anhänger sollte diese neue
Thrudvangar-Donnerplatte daher gleichermaßen reizvoll sein. Die Horde
Thrudvangar beschreitet mit „Zwischen Asgard und Midgard“ also den für sie
einzig richtigen Pfad, das hört und spürt man hier jederzeit deutlich. Apropos,
deutlich gesteigert haben sich diese von ihrem unheiligen Tun so sehr
Überzeugten endlich auch mal in Sachen äußere Tonträger-Gestaltung: Denn
Szene-Veteran Michael Schindler von Dragon Design lieferte als perfekte
grafische Ergänzung ein fabelhaftes Album-Frontbild ab, welches mir wirklich
verdammt gut gefällt.
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Review by
Markus Eck www.Metalmessage.de
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