. Diese überraschend spielfreudige
Mittelalter-Musikgruppe verbindet schön altertümliche Stimmungsvielfalt mit
sägend harten Stromgitarren-Attacken, druckvoll polterndem Schlagzeugspiel und
frech-aggressiven Mannes-Gesangslinien. Dermaßen flott, barsch und knackig
gehen bei solcherlei Art von Liedgut nur Wenige vor. Mittels obligatorischen
Sackpfeifen, rustikalen Drehleiern und fidelen Flötentönen verfeinern sie ihre
enorm abwechslungsreichen Klänge nach allen Kräften. So, Ingrimm, wir sollen
also brennen? Aber doch nur vor lauter Leidenschaft, oder? Na, dann gerne!
Mithilfe dieses erfrischenden Albums dürfte Letzteres auch nicht allzu schwer
sein. Denn diese tollkühn agierende Truppe inszeniert ihre frenetische
Klangkunst mit immenser Passion für die eigene Sache. Und das wird bei Ingrimm
auch lyrisch glücklicherweise voll und ganz ausgelebt – ein Blatt vor sein
loses Mundwerk nimmt Vokalist Stephan nämlich zu keiner Sekunde. Unter all den
vergleichbaren Repräsentanten dieses Genres stechen diese hier mit ihrem von
Energie geladenen Debütalbum positiv heraus. Anhänger von In Extremo und
Morgenstern kommen hier jedenfalls voll und ganz auf ihre Kosten. Das Frontbild
wurde aber leider etwas arg unbeholfen gewählt, Nichtwissende tippen damit
nämlich allzuleicht auf eine deutsche Metalcore-, Nu Metal- oder Modern
Rock-Veröffentlichung.
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Review by Markus Eck
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