- Renunciation Of God
- Pure Hatred
- Technology of Baphomet
- God-Crushing Hammer
- The Falling
- Jesus-Insect
- The Sign of Chosen Names
- A Cut-Up Dream
Dieses
absolut fantastische Black Metal-Schaffenszeugnis steht als 2004er
Originalpressung seit einiger Zeit in meinem CD-Regal, ohne dass ich große
Notiz davon nahm. Nun rotiert die vorliegende Neuauflage zum wiederholten Male
in meinem Player, die ertönende Lautstärke deckt obere Level ab und mir
widerfährt Schmerz und Freude in massivster Ausformung: Schmerz über die
Erkenntnis der bisherigen sträflichen Vernachlässigung dieser wertvollen
Album-Perle, und Freude über den gerade „neu entdeckten“ formidablen
musikalischen Inhalt. Einmal mehr verdeutlicht sich, dass die Vielzahl an
Veröffentlichungen aus diesem Bereich es den wahren Meistern immer schwerer
macht, zielgenau zur anvisierten Klientel durchzudringen. Die Nachpressung von
„Attack On God“ präsentiert den höllisch rabiaten Schwarzstahl der endlos
hasserfüllten Ukrainer in einem viel besseren, angemessen opulent angelegten
Gestaltungs-Layout. Sieht echt exzellent aus, ja, tut dem Auge geradezu gut.
SEMARGL gehören zu der erlesenen Sorte von ultragrimmigen
Lichtreligions-Exekutoren, die mit ganzen ideellen Wagenladungen an
diabolischer antichristlicher Inbrunst am Werk sind. Dennoch haben sie sich ein
ausgesprochenes Faible für opulente Arrangement-Kaskaden und mannigfaltig
assistierende bombastische Keyboard-Atmosphären von stellenweise herrlich
beschwörender Natur beibehalten. Klingt manchmal so, als würden erbitterte
Gorgoroth und in Rage gebrachte Darkthrone auf schwülstig schwelgende Dimmu
Borgir und Cradle Of Filth treffen und eine mordsbrutale stilistische Rauferei
anfangen – ihr versteht schon, was genau ich damit ausdrücken will. Und dieser
ganz spezielle Mix von SEMARGL ist gut und schlüssig, so wie er ist. Sogar sehr
gut, wie sich auf diesem wirklich famos instrumentierten Aluteller Song um Song
eins ums andere Mal offenbart.
Atemberaubende
Kompositionskunst sind seit jeher die Allerwenigsten aus dieser Branche
imstande zu zelebrieren – SEMARGL aber, diese absoluten Überzeugungstäter,
schütteln solcherlei kreative Trümpfe mit spielerisch erscheinender
Leichtigkeit ständig aus den Ärmeln. Erst packend und dann fesselnd, so ist die
Wirkung. Das auch erstaunlich rasant und ins Detail verliebt zockende
Schwarzquintett arbeitet mit einer unheimlichen Vielzahl an mitunter stark
differierenden Eingebungen, selbst mit brachialsten Todesblei-Vokalisiermustern
entfachen diese Russenteufel meine Sinne – das nervtötende Grindcore-Gegrunze
im siebten Song „The Sign Of The Chosen Names“ hätten sie sich trotzdem sparen
können. Unerwartet sanft ausklingen tut das vor lauter rasiermesserscharfen
Riff-Hieben Blut spritzende Bibelschüler-Schlachtfest mit einem anmutigen und
besinnlichen Tasteninstrumental namens „A Cut-Up Dream“. Herrlich, das muss ich
mir gleich noch mal von vorne reinziehen.
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Review By Markus Eck www.Metalmessage.de
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