Bereits seit 1995 sind diese
begeisterungsfähigen Portugiesen am heidnischen Werken, nun endlich
veröffentlichen die sechs standhaften Klangkrieger ihr Debütalbum „Ynys Mön“.
Über die Jahre seiner kreativen Existenz braute der grimmige Hammerhaufen eine reizvoll
epische Kampfmischung aus Pagan-, Folk- und Viking Metal zusammen. Als Gwydion
dann noch eine fiese Prise schwerstes Schwarzmetall dazu reinkippten, war ihr
heutiger Sturmsound fertig. Im aktuellen Fall setzt der begabte Trupp seine
Hörer einem wahren Hagelsturm an mitreißend brachialen Takt-Attacken und
fesselnd rauen Stromgitarren-Entladungen aus. Spielfreude pur, wo man auch
hinhört. Mittels einer beachtlichen Vielzahl an dreckig-wollüstig und
hundsgemein ausgespuckten Vokal-Variationen heizt Frontbolzen Ruben das
herrlich mystisch klingende Geschehen auf „Ynys Mön“ ungemein auf. So
taufrisch, vollauf ambitioniert und vor allem grenzenlos beherzt klang lange
keine Platte mehr aus diesem überlaufenen Genre. Zügellos zornig, voller
Entschlossenheit und dadurch ungemein angriffslustig preschen Gwydion mit ihrem
eingängig melodisierten Spitzenmaterial vor. Majestätisch triumphale
Gigantenatmosphären setzen diesem wundersam hypnotischen Musikspektakel noch
die verdiente Krone auf. Meine ausdrückliche Empfehlung: Freunden der guten
alten Thyrfing-Hymnen und leidenschaftlichen Verehrern der besten Lieder von
Finntroll sei dieser verhext gute Geisterteller nachdrücklich ans sehnsüchtige
Herz gelegt.
-
Review By Markus Eck www.Metalmessage.de
|