Erneut qualitative Kost aus dem Hause Prophecy bzw. deren
Sublabel Sturmesflügel ist hier für Gourmets angerichtet. In Blackest Velvet
haben ihren melodisch-emotionalen Death Metal tatsächlich stellenweise in
schwarzen Samt gehüllt. Dies schießt einem immer dann in den Kopf, wenn ruhige
und besinnliche Momente im ansonsten eher midtempo-lastigen Sound des deutschen
Quintetts zum stimmungsvollen Verweilen einladen. Ansonsten herrscht technisch
sehr versierter und treibender Melodic Death Metal schwedischer Prägung auf
„Edenflow“ vor, der schnell ins Ohr und dann in die restlichen Gliedmaßen
fährt. Soll heißen, hier kann man eigentlich nicht stillsitzen, denn die Stücke
sind von begeisternder mitreißender Kraft und Leidenschaft für diese Stilistik
intoniert worden. Von echten Könnern, die mit devoter Hingabe bei der Sache
sind und all ihr Herzblut für die favorisierte Musik opfern. Herausragendes
Kennzeichen der Band: Die Songs entfalten sich sofortig und ohne lange
Umschweife zur vollen Pracht und wirken ziemlich schnell. Eigentlich klingt die
Truppe dermaßen schwedisch, daß ich den Infozettel gleich noch mal lesen mußte,
um sicher zu sein. Und mit der Coverversion des R.E.M.-Evergreens „Losing My
Religion“, die man dermaßen eigenständig (genialer Mix aus Growl und Clear-Vox)
modifiziert hat, daß man sie gleich mehrmals hintereinander hören möchte,
punkten In Blackest Velvet einmal mehr.
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Review By Markus Eck www.Metalmessage.de
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